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Onde-Newsletter Oktober 2012

Das Erscheinen des Onde-Newsletters ist immer ein Vorbote auf die bald erscheinende neue Ausgabe unserer Zeitschrift. Und genau so ist es auch heute! Die 38. Ausgabe der onde steht kurz vor der Vollendung. Wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, setzen wir gerade eine ganz neue Idee um – die beiden Ausgaben des Jahres 2012 vereinen sich zu einer Serie. Im Sinne des Titelthemas „Alt und Jung – wem gehört die Zukunft?“ erfahren wir im November in der neuen Ausgabe und dem zweiten Teil der Serie, wie sich die ältere Bevölkerung in Italien die Zukunft vorstellt. Wie immer hoffen wir, dass wir Antworten auf spannende und moderne Themen geben und zum Nachdenken anregen können.

Herzlich einladen wollen wir an dieser Stelle nochmals auf unsere neue Onde-Homepage: http://beta.onde.de/de. Schauen Sie einfach mal vorbei und staunen Sie, welche neuen Funktionen, Artikel und Tipps auf Sie warten.

Hinter dem Verein und unserer Zeitschrift steht ein tolles Team, das für die gesamte Vereinsarbeit sowie alle Aufgaben rund um die Zeitschriftenentstehung und -vermarktung eigenständig und ehernamtlich verantwortlich ist. Als neue Rubrik im Newsletter wollen wir die Arbeit von Onde vorstellen (z.B. die verschiedenen Ämter oder einzelne Veranstaltungen). Heute beginnen wir mit der Einführung in unsere Bundestagung, die vom 16.-18.11.12 in Passau stattfinden wird.

Die Bundestagung (auch BuTa genannt):
BuTa ist die Abkürzung für die Onde-Bundestagung, die alljährlich im Herbst (für gewöhnlich) in Passau stattfindet. Auf der BuTa werden neue Ressortleiter gewählt sowie der Vorstand bestätigt bzw. neugewählt. Zudem wird neben Workshops und Vorträgen eine Plattform für Kritik, Veränderungen und Weiterbildung geboten. Der genaue Termin wird rechtzeitig auf der Homepage bekannt gegeben; dort besteht auch die Möglichkeit sich anzumelden. Alternativ reicht eine E-Mail an vorstand@onde.de.

Cari saluti e buona lettura,
Ihr Onde-Marketing-Team


INHALT:
- Geheimtipps: Den Süden Italiens entdecken
- Veranstaltungen
- Filmtipps
- Buchempfehlungen
- Rezepte


Geheimtipps:

Ski-Fahren und Wandern in Süditalien – eine Reise in die Sila:
Die Sila ist ein Gebirgsmassiv in Kalabrien. Die etwa 1.500 km² umfassende Bergregion besteht aus drei Teilen, der Sila Grande, der Sila Piccola und der Sila Greca. Der höchste Berg (Monte Botto Donato) in der Sila Grande erreicht eine Höhe von 1928 Metern. Hier befinden sich Skipisten, da es in der Sila in den Wintermonaten beträchtliche Schneemengen gibt. Das Gebirge fällt im Westen zur Stadt Cosenza steil ab. Der Nordhang der Hochfläche, der auf die Ebene von Sibari blickt, wird die griechische agile genannt (Sila Greca), diese Benennung kommt von den antiken Wanderströmen der griechischen und albanischen Völker, deren Sprachen und Kulturen heute noch in den Dörfern an den Hängen dieser Berge lebendig sind. Ein paar schöne und auch einfache markierte Wege gibt es am Patirion bei Rossano. Auch die Route zur etwas abseits gelegenen Ruinen bei Paludi, südwestlich von Rossano, bietet eine abwechslungsreiche Strecke.

Terrasini:
Wer den Touristenströmen in Palermo im Hochsommer entkommen möchte, dem sei ein Besuch der etwa 30 km weiter westlich gelegenen Gemeinde Terrasini ans Herz gelegt. In dem kleinen Ort, dessen Bewohner hauptsächlich von der Fischerei oder der Landwirtschaft leben, werden Sie kaum Touristen antreffen. Dies gilt vor allem für die traumhaft sauberen Strände und kleinen Buchten der stark gewundenen Küstenlandschaft, in denen Ihnen fast ausschließlich Einheimische begegnen. Äußerst sehenswert ist dabei die Calarossa mit ihren rötlich gefärbten Felsen. Doch auch der idyllische Stadtkern Terrasinis hat einiges zu bieten: Neben dem Duomo gibt es noch einige kleinere – aber durchaus sehenswerte – Kirchen und das Museo Civico, das seine Besucher mit archäologischen (Schwerpunkt Unterwasserarchäologie) sowie geologischen Funden lockt.


Veranstaltungen

4.10.-26.10.
Ausstellung
Comics che passione!
mit Arbeiten von Künstlern des italienischen Comic, Anmeldung erbeten: antwort.iicberlino@esteri.it
Italienisches Kulturinstitut Berlin, Hildebrandstr. 2, Berlin
Italienisches Kulturinstitut Berlin

11.10. 16.30 Uhr
Führung durch Ausstellung
Otto der Große und das Römische Reich. Kaisertum von der Antike zum Mittelalter
Voranmeldung erwünscht
Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Otto-von-Guericke-Str. 68-73
Deutsch-Italienische Gesellschaft Magdeburg e.V.

17.10. 19 Uhr
Diavortrag
Lago di Nemi…….. von rituellen Mondfesten und den Prunkschiffen des Caligula
von Christiane Herrmann-Lisi, Bielefeld
Historischer Saal, VHS Bielefeld
Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. Bielefeld

22.10. 19.30 Uhr
Lesung mit Gourmetmenü
Mord und Delikatessen auf sizilianische Art – Die Vorlieben des Commissario Montalbano
im Rahmen des Krimifestival Gießen
Schlosskeller Gießen, Brandplatz 2
Deutsch-Italienische Gesellschaft Mittelhessen e.V.

24.10. 19 Uhr
Dia-Vortrag
Tivoli und die Villa Hadriana
von Dr. Helmut Schareika, Gau-Algesheim
Vortragssaal der “Brücke”, Kasernenstr. 6, Düsseldorf
Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. - Società Dante Alighieri Düsseldorf
 
26.10. 16.30 Uhr
Führung
Louis Gurlitt (1812 – 1897) – Ein Künstlerleben
mit der Urenkelin des Künstlers: Elisabeth Baars
Jenisch Haus, Baron-Voght-Str. 50, Hamburg
Società Dante Alighieri
Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. Hamburg

30.10. 18 Uhr
Kulinarisches
Cucina Italiana
mit Anita Kunz, Monheim
Städtische Schule Graf-Recke-Str. 230, Düsseldorf
Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. - Società Dante Alighieri Düsseldorf

03.11. 19.10 Uhr
Deutsch-italienisches FEST
Von ‚Antico’ bis ‚Zumba’ – Musik und Tänze durch verschiedene Epochen
Festsaal, Bürgerhaus Nauborn, Restaurant bei Seibel, Solmser Weg 25b, Nauborn, Wetzlar
Deutsch-Italienische Gesellschaft Mittelhessen e.V.
in Zusammenarbeit mit der VHS Gießen

ab 04.11.
Ausstellung
Fotografie- und Skulpturenausstellung
von Walter Wawra, Il Ponte Potsdam und Hisu Choi, Perugia
Museumshaus „Im Güldenen Arm“, Hermann-Elflein-Str., Potsdam
Il Ponte – Brandenburgische Gesellschaft der Freunde Italiens e.V. und Brandenburgischer Kulturbund

04.11. 17 Uhr
Konzert
Dialog zweier Musikwelten, eine deutsch-italienische Zeitreise
mit Uta-Maria Korsmeier (Blockflöte) und Hans Helmut Sculten (Cembalo)
Dorfkirche Stiepel, Brockhauser Str. 72a
circuit – Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. Bochum in Zusammenarbeit mit der Ev. Stadtakademie

06.11. 19 Uhr
Vortrag (italienisch)
Torino – officina d’Italia
von Antonella Ferraris
Volkshochschule Reutlingen, Saal, Spendhausstraße 6, Reutlingen
Deutsch – Italienische Gesellschaft e. V. Reutlingen
In Zusammenarbeit mit der VHS Reutlingen

07.11. 19 Uhr
Panorama-Diaschau
Wanderparadies Dolomiten
von Dieter Freigang, Nephten
Murnausaal, VHS Bielefeld
Deutsch-Italienischer Gesellschaft e.V. Bielefeld

09.11. 19.30 Uhr
Hörportrait
Pier Paolo Pasolini – Ein poetisch-philosophisches Portrait zum 90. Geburtstag des ital. Filmregisseurs
von Prof. Dr. Hans Ulrich Reck, Köln
Hessisches Staatsarchiv, Karolinenplatz 3, Darmstadt
Società Dante Alighieri Comitato di Darmstadt e.V.

14.11. 19.30 Uhr
Vortrag
Sixtinische Kapelle
mit Reinhard Strüber, Stuttgart
VHS, Saal im Erdgeschoss, U1, 13-16, Mannheim
Società Dante Alighieri Comitato di Mannheim-Ludwigshafen
Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V.

16.11. 19 Uhr
Vortrag mit Rezitation und Musik
“Leben und Wirken Verdis” ein Modellfall der Musikgeschischte – Skizzen und neue Sichtweisen zu seinem Bild aus Anlass seines 200. Geburtstages
von Jochem Wolff, Kassel
Saal der Volkshochschule Kassel, Wilhelmshöher Allee 21
Deutsch-Italienische Gesellschaft Kassel e.V.

16.11. 20 Uhr
Buchvorstellung
Goethe in Neapel
von Prof. Dr. Dieter Richter
Buchhandlung Janssen, Brüderstraße 3, Bochum
circuit – Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. Bochum
 
23.11. 19.30 Uhr
Vortrag
Italienischer Humor, eine Besonderheit oder eine erlenbare Fähigkeit?
von Mariella Costa
Häuschen der Konsumgesellschaft, Bergstraße 68a, gegenüber v. Museum Bochum
circuit – Deutsch-Italienische Gesellschaft e.V. Bochum
 
27.11. 19.30 Uhr
Lesung und Autorengespräch
Begegnung mit dem Autor Franco Biondi und Lesung aus seinem neuen Buch: “Kostas stille Jahre”
Moderation: Grazia Battista
Literaturhaus, Kasinostraße 3, Darmstadt
Società Dante Alighieri Comitato di Darmstadt e.V. in Kooperation mit dem Literaturhaus

07.12. 18 Uhr
Fest
Nikolausfest zum Jahresabschluss – mit vorweihnachtlichem Programm
Skihütte Schanz, Genkingen
Deutsch – Italienische Gesellschaft e. V. Reutlingen

07.12. 18 Uhr
Fest
Italienische und deutsche Weihnachtsgeschichten
Gemeindezentrum der Paulus-Kirche in Bochum Mitte, Pariser Str. 4-6
Circuit – Deutsch-Italienische Gesellschaft e.v. Bochum

09.12. 17 Uhr
Lichterfahrt mit Musik
Natale in barca – Italienische Musik und Texte
mit Studierenden der Hochschule f. Musik und Theater, Hamburg
Anleger Jungfernstieg, Hamburg
Società Dante Alighieri
Deutsch-Italienische Gesellschaft Hamburg e.V.

19.12. 20 Uhr
Konzert
Konzert zur Weihnachtszeit
mit Leverkusener StadtMusikanten und Saxophon-Ensemble Fuge
Großer Saal im Seniorenzentrum “Stadt Leverkusen der AWO, Tempelhofer Str. 2, Leverkusen-Mathildenhof
Deutsch-Italienischer Club Leverkusen e.V.


Filmtipps

Cinema Italia – Tour http://www.cinema-italia.net/

Unser erster Tipp passt auch sehr gut zur kommenden neuen onde-Ausgabe!
„Gianni und die Frauen“ (Originaltitel: Gianni e le donne, 2011, von und mit Gianni Di Gregorio):
Gianni, ein pensionierter Ehemann, lebt in einer kleinen Wohnung in Rom und macht sich über so einiges seine Gedanken. Die Liebe aber gehört bestimmt nicht dazu. Er verbringt seine Tage, indem er Nachbarins Hund ausführt, einkauft, Rechnungen zahlt und für die Eskapaden seiner Mutter geradesteht, einer steinalten Aristokratin, die leider sehr genau weiß, was Dolce Vita ist. Beim Pokerspielen in ihrer Villa gibt sie das Geld ihres Sohnes mit vollen Händen aus. Eines Tages aber eröffnet ihm sein Freund Alfonso etwas Ungeheuerliches: Ausnahmslos alle Männer in seinem Freundeskreis haben eine Geliebte! Spaß am Leben! Sex! Es dämmert Gianni, dass ihm etwas Wesentliches entgeht. Alfonso legt kurzerhand fest, dass auch Giannis Liebesleben eine Erfrischungskur braucht. Also bringt Gianni seinen eingerosteten Körper in Fahrt, treibt Sport und stellt fest: Kandidatinnen gäbe es genug. Da ist Gabriella, die heimliche Liebe seines Lebens, die schöne Cristina, Haushälterin bei seiner Mutter oder Valeria, seine erste große Liebe. Doch Gabriella, Cristina und Valeria haben ihre eigenen Vorstellungen und es fragt sich, ob Giannis frisch entzündeter Funke auch überspringt.

„Die 1000 Euro-Generation“ (Originaltitel: Generazione mille euro, 2009, von Massimo Venier, u.a. mit Carolina Crescentini):
Der dreißigjährige Matteo ist eigentlich ein begabter, hoffnungsvoller Mathematiker. Doch nach Ende des Studiums gelingt es ihm wie vielen seiner Altersgenossen gerade so, sich über Wasser zu halten: Er hat einen unsicheren Job, mit dem er kaum die Miete für die Wohnung (die er sich mit seinem besten Freund Francesco teilt) bezahlen kann; eine Kündigung ist auch hier nicht ausgeschlossen; außerdem scheint seine Freundin nichts mehr von ihm wissen zu wollen. Doch dann lernt er zwei aufregende Frauen kennen: Beatrice, die als neue Mitbewohnerin einzieht, und Angelica, die die Marketingabteilung seiner Firma übernimmt. Plötzlich ist Matteo wieder obenauf und hat den Kopf voller Pläne – vielleicht schafft er es jetzt ja, seinem Leben eine neue Richtung zu geben…
Du hast keine Chance, aber nutze sie. Oder wie eine hoffnungsvolle Generation lernt, auf Dauer mit 1000 Euro monatlich zu überleben, ohne den Verstand zu verlieren. Eine Komödie am Puls der Zeit.

„Eine Sache des Herzens“ (Originaltitel: Questione di cuore, 2009, von Francesca Archibugi):
Alberto, ein erfolgreicher Drehbuchautor, tüchtig, wenn auch ein wenig verrückt, und Angelo, ein junger Automechaniker, erleiden beide einen Herzinfarkt und werden in derselben Nacht ins Krankenhaus eingeliefert und im selben Zimmer untergebracht. Trotz ihrer misslichen Lage gelingt es den beiden, sich bei Laune zu halten. Nach ihrer Entlassung haben Alberto und Angelo eine neue Einstellung zum Leben, außerdem merken sie, wie wichtig sie füreinander geworden sind. So kommt es, dass Alberto, dem zwischenzeitlich seine Freundin weggelaufen ist, bei Angelo einzieht. Angelos Frau Rossana und die beiden Kinder sind zunächst wenig begeistert von dem ungebetenen Gast. Doch während sich der kontaktfreudige Alberto schnell in die Familie integriert, spürt Angelo, dass die “Sache mit dem Herz” für ihn noch keineswegs ausgestanden ist…
Angesiedelt in der quirligen Atmosphäre des römischen Vororts Pigneto, erzählt Francesca Archibugis neuer Film eine Geschichte, die leichtfüßig daherkommt, aber auf vielschichtige Weise die großen Fragen des Lebens wie Liebe, Freundschaft, Krankheit und Tod anspricht. Komische, tragische und nachdenkliche Momente wechseln einander ab, und Antonio Albanese und Kim Rossi Stuart in den Hauptrollen bieten ganz großes Kino. Nicht überraschend wurde Questione di cuore in Italien zum großen Publikumserfolg.


Bücherempfehlungen

Ein neues Werk von Umberto Eco, dem italienischen Schriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und wohl der bekannteste zeitgenössische Semiotiker. Durch seine Romane, allen voran Der Name der Rose, wurde er weltberühmt.
Umberto Eco: Der Friedhof in Prag
Der Italiener Simon Simonini lebt in Paris, und er erlebt aus nächster Nähe eine dunkle Geschichte: geheime Militärpapiere, die der jüdische Hauptmann Dreyfus angeblich an die deutsche Botschaft verkauft, piemontesische, französische und preußische Geheimdienste, die noch geheimere Pläne schmieden, Freimaurer, Jesuiten und Revolutionäre - und am Ende tauchen zum ersten Mal die Protokolle der Weisen von Zion auf, ein gefälschtes „Dokument“ für die „jüdische Weltverschwörung“, das dann fatale Folgen haben wird. Umberto Eco, der Meister des historischen Romans, erzählt die Geschichte des neunzehnten Jahrhunderts, in der wir jedoch unser eigenes wiedererkennen können.
2011, Hanser Verlag, 528 Seiten, EUR 26,00
ISBN-13: 978-3446237360

Ilaria Bernardini: Domenica (Ersterscheinung Oktober 2012!, deshalb bisher nur in italienischer Sprache erhältlich):
Una coppia giovane. Con bambino. Che viene lasciato dai nonni a dormire: c’è una festa da amici, lui flirta con una donna sposata, entrambi bevono molto, a casa, quand’è ormai l’alba fanno sesso. C’è un senso di sfida e di meccanicità, ma va bene così. Si guardano obliqui, si parlano obliqui, ma va bene così. La domenica mattina vengono a sapere che il bambino è stato ricoverato in ospedale: è svenuto, non si sa perché, e i nonni sono con lui. Fuori fa un caldo torrido e la città è bloccata da una maratona. Comincia una corsa verso l’ospedale, una corsa sfrenata, ansiosa, sgangherata, che sembra durare una eternità. Finalmente un taxi li porta a destinazione, il bambino sta bene, e lo riportano a casa. Peccato che si sono dimenticati il cane che è morto ed è sdraiato contro la porta. Il marito prende il cane e lo porta dal veterinario, la moglie fa addormentare il bambino. Siamo di fronte all’implacabile snapshot di una coppia contemporanea, dove tutto è superficiale e disarmonico. La morte incombe su tutto il romanzo: la vita in forse del bambino, il cane agonizzante, la malattia che forse l’uomo ha. E ognuno si difende come può rifugiandosi nelle proprie fantasie (soprattutto lei) o trovandosi i propri spazi (soprattutto lui) ma ognuno infinitamente distante nonostante la vicinanza e un progetto di famiglia comune.
2012, Feltrinelli, 144 Seiten

Viola di Grado – Siebzig Acryl, dreißig Wolle
Viola di Grados bemerkenswertes Debüt „Siebzig Acryl, dreißig Wolle“ vibriert vor Wut. Mit knirschenden Zähnen schildert die Ich-Erzählerin und Heldin Camelia Mega den Zusammenbruch ihrer Mutter nach dem Unfalltod des Vaters.
Es geht nicht nur um das Trauma des Verlustes. Der Vater hat rückwirkend alle Erinnerungen an das Familienleben vergiftet, denn er starb nicht allein, sondern raste mit seiner Geliebten in den Graben. Camelias Mutter Livia, zuvor eine erfolgreiche Flötistin, stellt das Sprechen ein, geistert nur noch im Schlafanzug durch das Haus in einem trostlosen Arbeiterbezirk von Leeds, verwahrlost zusehends und beschränkt sich darauf, Löcher und Risse mit einer Polaroid-Kamera abzulichten.

Die neunzehnjährige Camelia versorgt die verstummte Mutter mit Mahlzeiten, zerrt sie ab und zu unter die Dusche, verdient Geld mit Übersetzungen für eine italienische Waschmaschinenfirma, bis sie eines Tages den chinesischen Inhaber eines Kleiderladens kennen lernt, der Wen heißt und ihr Sprachunterricht gibt. Die chinesischen Schriftzeichen bieten ihr plötzlich ein paralleles Ausdrucksuniversum - ein Ausweg aus ihren Gefühlsverstrickungen und Gewaltphantasien sind sie jedoch nicht.
Das Interessanteste an Viola di Grados Roman ist die Art und Weise, wie die Autorin die Dissonanz in Sprache und Struktur spiegelt. Sie verwendet eine bildhafte Sprache mit vielen Vergleichen, die zu dem extremen Gefühlszustand ihrer Heldin passt, manchmal an Punk erinnert, knirscht und rattert, aber etwas sehr Lebendiges hat. Die Handlung schreitet spiralförmig voran, die Chronologie wird immer wieder unterbrochen. Wie ein Refrain tauchen Versatzstücke aus der Übersetzung der Wachmaschinenanleitung auf und werden zu Metaphern für die Lebenslage Camelias. Durch ihren sprachlichen und formalen Einfallsreichtum verleiht di Grado dem klassischen Thema - Individuation, erste Liebesenttäuschungen und Erwachsenwerden - einen anderen Dreh.
Viola di Grado: Siebzig Acryl, dreißig Wolle
Aus dem Italienischen von Judith Schwaab
Luchterhand, München 2012
254 Seiten, 18, 90 Euro

Stefano Benni: Brot und Unwetter

Ein italienisches Dorf mit der unvermeidlichen Bar Sport, in der alle zusammenkommen: der Tierarzt, der Tankwart, der Gemüsehändler, die Frauen, der polnische LKW- Fahrer … natürlich allesamt Weinkenner und Philosophen – sie erzählen Geschichten, dass uns die Augen tränen vor Lachen.
Welches sind die siebenundzwanzig Tätigkeiten, die den zivilisierten Menschen ausmachen? Für den Großvater, Nonno Stregone, beginnen sie morgens mit dem Erwachen und dem Einatmen des Dufts von frischem Brot, der seine Schlafkammer erreicht. Dann erst folgen das Öffnen der Augen, das Aufstehen, die mühsame Suche zueinander passender Socken, das Finden des richtigen Hosenbeins … schließlich macht sich Nonno Stregone auf den Weg in die Bar Sport. Seine Geschichte ist auch die Geschichte der Bar mit ihren – versoffenen oder geschäftsuntüchtigen – Besitzern, und was die Bewohner des Dorfes Montelfo dort zum Besten geben, fügt sich zu einem Kaleidoskop italienischen Lebens in den letzten fünfzig Jahren. Derweil graben sich riesige Schaufelbagger durch den Wald, die Bar soll einem neuen Centro Commerciale weichen. Dann verpatzt Montelfo auch noch seinen Fernsehauftritt, während das Nachbardorf Montombrico durch die mordende Eisfrau in allen Medien berühmt wird. Zur Rettung der Bar kommt das ganze Dorf zusammen, aber wird es nützen? Kann man durch Geschichtenerzählen das Böse aus der Welt schaffen? Stefano Benni lässt es uns glauben.
Stefano Benni Brot und Unwetter
Aus dem Italienischen von Mirjam Bitter
Quartbuch. 2012
288 Seiten. Gebunden mit Schutzumschlag
21,90 €
ISBN 978-3-8031-3243-7


Rezepte:

175g Mandeln (am besten bereits geschält/abgezogen)
250g Mehl
180g Zucker
1 TL Backpulver
2 Prk. Vanillezucker
½ Fläschchen Bittermandelöl
1 Prise Salz
25g Butter (Zimmertemperatur)
2 Eier

Für den Teig Mehl, Zucker, Backpulver, Vanillezucker, Bittermandelaroma und Salz auf die Arbeitsfläche häufen. In die Mitte eine Mulde eindrücken, Butter und Eier hineingeben. Alle Zutaten zu einem Knetteig verarbeiten: ein klebriger Knetteig! Die Mandeln unterkneten. Den Teig mit etwas Mehl zu einer Kugel formen und 30 Minuten kalt stellen. Den Teig in 6 Teile schneiden. Aus jedem Teil eine 25 cm lange Rolle formen.
Das Backblech mit Backtrennpapier auslegen. Die Rollen im Abstand von 8 cm voneinander darauflegen.
Im vorgeheizten Backofen (200 Grad) 15 Minuten vorbacken, kalt werden lassen und dann schräg in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Plätzchen mit einer Schnittfläche auf das Backblech legen und noch einmal 10 Minuten rösten (200 Grad). Die Cantuccini müssen zum Schluss goldbraun sein.

Die Plätzchen auskühlen lassen und in einer geschlossenen Blechdose aufbewahren (sonst werden sie weich). Guten Appetit.

Passend zu unserem sizilianischen Geheimtipp: Pasta mit Safransardinen

1 Briefchen oder Döschen Safranfäden (0,1 g)
1/8 l Gemüsefond (aus dem Glas)
500 g schmale Bandnudeln (z. B. Bavette oder Linguine)
1 rote Zwiebel
200 g Kirschtomaten
2 Dosen Ölsardinen (je 95 g Abtropfgewicht)
1/2 Bund Petersilie
1 EL Olivenöl
1 EL Pinienkerne
Pfeffer und Salz

Schritt 1
Die Safranfäden zwischen den Fingern zerreiben und in den Gemüsefond rühren. Stehenlassen, bis sich der Fond kräftig orange färbt.

Schritt 2
Für die Nudeln in einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen und salzen. Die Nudeln darin nach Packungsangabe al dente kochen.

Schritt 3
Schon während das Wasser heiß wird, die Zwiebel schälen, vierteln und in dünne Streifen schneiden. Tomaten waschen und vierteln. Sardinen abtropfen lassen und mit einer Gabel in Stücke teilen. Petersilie abbrausen und trocken schütteln, Blättchen abzupfen und fein hacken.

Schritt 4
Das Öl in einem Topf erhitzen, nach Belieben Pinienkerne darin bei mittlerer Hitze goldbraun rösten, wieder herausheben. Die Zwiebel im Fett andünsten, die Tomaten und den Safranfond dazugeben, einmal aufkochen. Sardinen, Petersilie und eventuell Pinienkerne untermischen, erwärmen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Schritt 5
Die Nudeln in ein Sieb abgießen und im Topf mit Sardinen und Tomaten mischen. Auf Pastateller verteilen, servieren. Buon appetito!